Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Kiel-Holtenau

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Inhalt: Info zur Sperrung des Betriebsweges am NOK

 

Dieses Schild verweist schon frühzeitig auf die Böschungsrutschung im

Km-Abschnitt 88,900 auf einer Länge von ca. 50m.

Bitte beachten Sie, dass der Bereich für Kfz, Radfahrer und Fußgänger in der Zeit vom 07.05. - Mitte Juni 2018 unpassierbar ist!

Folgen Sie bitte den hier beschriebenen alternativen Routen!


 

Auf diesem Luftbild können Sie die Lage der Böschungsrutschung sehen.
Der betroffene Bereich befindet sich auf der Südseite des Kanals zwischen Landwehr und Reimers Hof.


 



Wie kommen Sie weiter?

Die Touristische Arbeitsgemeinschaft NOK zeigt Ihnen hier 2 alternative Routenvorschläge.


 

Die Beseitigung von gerutschtem Boden und die Sicherung der teils sehr steilen Böschungshänge in diesem Bereich des Kanals (tiefer Einschnitt im östlichen, eiszeitlich geprägten Hügelland) ist ständige Aufgabe des WSA Kiel-Holtenau.


 

DIESE RUTSCHUNG aber unterscheidet sich deutlich sichtbar von den üblichen, kleinräumigen Bodenabbrüchen, die meist nach Starkregenfällen und Durchnässung der Steilböschung auftreten (sogenannte Muren).

Denn HIER hat sich ein ganzer Böschungsbereich zusammen mit der Betriebswegberme und dem oberen Kanaldeckwerk auf rund 30m Länge um mehrere Zentimeter gesenkt und ist innerhalb weniger Wochen in Richtung Kanal gerutscht.


 

Ob für diese Bewegungen „nicht tragfähige Böden“ in der Tiefe (Moorlinsen o.ä.) verantwortlich sind oder ob der betreffende Böschungskeil auf einer wasserführenden (sandigen) Bodenschicht und einer darunterliegenden undurchlässigen Lehmschicht (Mergel) wie auf „Seife“ ins Gleiten geraten ist, kann aus Sicherheitsgründen erst nach Abtrocknung der sehr steilen und komplett durchnässten Hochböschung durch tiefergehende Bohrungen und Sondierungen untersucht und verifiziert werden.
Nach Auswertung der Bodenuntersuchungen können dann optimale bauliche Sicherungsmaßnahmen ausgewählt und bemessen werden.
Hierbei sind allerdings auch wirtschaftliche Aspekte und die für diesen Kanalbereich bestehende planfestgestellte Verbreiterung des Kanalprofils auf der Kurveninnenseite zu berücksichtigen. So wird eine Sicherung dieses Kanalbereiches durch den Einbau von meterlangen Spundwänden nur im Notfall erfolgen, da diese dann bereits ein paar Jahre später beim Kurvenausbau mit viel Aufwand und Kosten wieder gezogen werden müssen.
Solange dem WSA keine genauen Erkenntnisse über die genauen Bodenverhältnisse vorliegen und die Ursache für diese erhebliche Böschungsrutschung nicht geklärt ist, kann die Gefahr eines großen Grundbruchs in diesem Bereich nicht ausgeschlossen werden.


  Auf dieser Grafik sieht man den Bereich der Böschungsrutschung als Teil des Ausbaugebietes für die Oststrecke.

  Unser auch gerne von Radfahrern und Fußgängern genutzter Betriebsweg muss in der Zeit vom 07.05. - Mitte Juni 2018 voll gesperrt werden.

Bitte nutzen Sie die auf dieser Seite beschriebenen Alternativrouten!

  Nachdem der sehr schlecht zugängliche Böschungsbereich Anfang 2017 geotechnisch über Baugrunderkundungsbohrungen und Sondierungen untersucht wurde, liegt dem WSA seit Anfang diesen Jahres ein Baugrundgutachten der Bundesanstalt für Wasserbau vor.

  Auf Grundlage der Untersuchungsergebnisse und Sanierungsempfehlungen des Gutachtens konnte nach einem Vergabeverfahren Anfang Mai mit der Baumaßnahme zur Böschungssicherung begonnen werden.

  Unter Beachtung größtmöglicher Sicherheit wird dabei im ersten Schritt der gelöste Boden aus der Steilböschung mit Hilfe eines Langlöffelbaggers, der auf nicht geschädigten Seitenrampen der Böschung steht, bis auf Betriebswegeniveau entfernt.

  Im zweiten Bearbeitungsschritt werden feldweise nicht tragfähige Lehm- oder organische Weichböden aus der Betriebswegberme bis unter Kanalspiegel herausgebaggert und sofort wieder mit belastbarem und wasserdurchlässigem Kiessand verfüllt.

 

 

  Um die Betonspurwege Richtung Kiel und Landwehr bei diesen Bauarbeiten möglichst wenig zu schädigen, erfolgt sowohl der Abtransport der Böden aus der Böschungsrutschung als auch die Anlieferung der tragfähigen Austauschböden per Schute auf dem Wasserweg zum und vom Umschlaghafen Flemhude.