Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Kiel-Holtenau

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Inhalt: Baggerung von 14.000 Kubikmetern Sediment in der Großen Schleuse

Schwimmbbagger in einem Torbunker (Bild aus 2014)

Der regelmäßige Sedimenteintrag in die Schleusenkammern führt zu Einschränkungen der Torlaufeigenschaften. Das eingebrachte Bodenmaterial lagert sich links und rechts der Torbahnen ab und wächst auf. Es treibt in die Torkammern und lagert sich dort ab. In der Folge schließen die Tore mehr vollständig. Der auf die Torbahn treibende Sand beeinträchtigt auch die Fahrt des Tores. Es kommt zu Zwängungen und zu erhöhten Verschleiß an den Torunterwagen.

Dieser Zustand läßt sich durch eine Baggerung beheben. Die Außerbetriebnahme der Torkammer bietet sich an um eine solche Maßnahme nun durchzuführen. Es fallen etwa 7.000 m³ Baggergut (Sand mit Schluffanteilen) in den Torkammern mit Schienenräumen sowie nochmal 7.000 m³ vom gleichen Baggergut in den Schleusenkammern an.

Als Arbeitsgerät kommt ein Schwimmbagger mit Saugrüssel und Spüldüse ohne Überlauf zum Einsatz. Das führt nur zu einer räumlich begrenzten Trübung.

Bei den letzten Baggerungen während des Torschienenwechsels (siehe - hier ...) wurde das Baggergut in die sich nicht mehr in Betrieb befindlichen Torkammern 2 und 5 (Mitteltorkammern) eingespült. Zur Lagesicherung der eingespülten Sedimente wurde im Öffnungsbereich der Mitteltorkammern 2 und 5 jeweils eine ca. 1,50 m hohe Stützwand aus mit Zement gefüllten Big Bags errichtet. Von dieser Vorgehensweise soll bei der anstehenden Baggerung abgesehen werden. Es ist geplant, das Baggergut direkt in eine Flockungsanlage, die im Nahbereich der Schleuse am Kanalufer aufgestellt werden soll, zu spülen, die sog. "Konditionierung" des Baggerguts geschieht in Geotextilschläuchen. Der Entwässerungszeitraum des Baggerguts in den Schläuchen beträgt rund 14 Tage. Durch eine 2-fache Belegung können die gesamten 14.000 Kubikmeter Baggergut entwässert werden. Das saubere Wasser fließt in freiem Gefälle in den NOK zurück. Das Ablaufwasser wird regelmäßig beprobt und analysiert. Wöchentlich werden die Einleitwerte mit der Wasserbehörde abgestimmt.

In der Flockungsanlage verbleibendes Bodenmaterial soll nach Abfallrecht entsorgt werden, da eine Belastung nicht ausgeschlossen werden kann. Mit diesem Baggerverfahren wird ein weiteres Deponieren von Bodenmaterial in den Torkammern unnötig.



Schwimmbagger mit Saugrüssel und Spüldüse
Entwässerung des Baggerguts, Torreparaturplatz Kiel-Wik