Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Kiel-Holtenau

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Inhalt: Entfernen von 1.500 Quadratmetern schadstoffbelasteter Deckenschalung in den Torbunkern

Torbunkerdecke, Wellblechschalung

Alle sechs Torkammern wurden Ende der 1930-iger Jahre als Bombenschutz für die Schiebetore mit mächtigen Stahlbetondecken abgedeckt. Bis auf Torbunker 4 befinden sich an der Unterseite der Decken Wellblechplatten, die teilweise mit Asbest- und PAK-haltigen Beschichtungen versehen wurden. Auch Torbunker 4 besaß solche Wellblechplatten, diese wurden vor Jahren bereits entfernt.

Es ist unbekannt, in welchem Zustand sich die Bunkerdecken befinden. Deshalb müssern wir sie inspizieren. Dafür müssen sämtliche belasteten Wellblechplatten entfernt werden. Es handelt sich um 1.500 Quadratmeter.

Um zu vermeiden, dass sich Arbeitsabläufe verschiedener Maßnahmen während der Außebetriebnahme der Schleusenkammer behindern, können die Wellblechplatten der Torbunker 2 und 5 (Mitteltore) jetzt noch nicht zurückgebaut werden. Denn in den mittleren Torlaufbahnen 2 und 5 wird ein Schleusenschiebetor als Sperrtor eingebaut sein. Da die Rückbauarbeiten der Wellblechschalung in den Torbunkern 2 und 5 aber auch während des normalen Schleusenbetriebs erfolgen können, kann während dieser Maßnahme darauf verzichtet werden.

Aufschlussbohrungen mit Materialentnahmen und Materialuntersuchungen sind durchzuführen. Standsicherheitsbetrachtungen sind zu erarbeiten. Es gilt zu vermeiden, dass herabfallende Betonbrocken unkontrolliert in die Torbahnen gelangen und im ungünstigsten Fall zum Ausfall des Torbetriebs führen.

Überlegungen, lediglich an einer Bunkerdecke die Platten zu entfernen und an nur dieser Decke die Untersuchungen durchzuführen („Referenzdecke“) wurde verworfen, weil nicht von identischen Rahmenbedingungen während der Bauabwicklung ausgegangen werden kann. Nur die umfängliche Untersuchung jeder Stahlbetondecke führt zu einem umfassenden und vor allem sicheren Ergebnis.

Die Wellblechplatten der Bunker 1, 2, 3, 5 und 6 wurden mit Asbest- bzw. PAK-haltigen Farben beschichtet. Daher sind besondere Arbeitsschutzmaßnahmen zu beachten. So wird ein sog. "Schwarzweiß-Bereich" eingerichtet und der Arbeitsbereich mit dichten Folieneinhausungen als Abschottung nach draußen und Materialschleusen ausgestattet. Gemäß einschlägiger Vorschriften sind dafür besondere Maßnahmen erforderlich (Einhausung, sog. Schwarz/Weiß-Bereich, Belüftungsanlage, Waschkontainer, geschlossene Behälter für die Entsorgung der abgebauten Materialien).



Oben im Bild: die belastete Deckenschalung, daneben: Abdeckung der Wasserfläche
Mit PAK- und Asbest-Schadstoffe belastete Torbunkerdecken