Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Kiel-Holtenau

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Inhalt: Demontage und Montage von 9 Torkammerabdruckrollenkästen

Ausgebaute Torabdruckrolle (Bild aus 2014)

9 Stück Torkammerabdruckrollenkästen müssen ausgebohrt und gewechselt werden.

Zur Sicherstellung eines richtungsgerechten, verkantungsfreien Laufs der Schiebetore ist jede Torkammer mit vier Torabdruckrollen ausgestattet. Zwei der Torkammerabdruckrollen befinden sich im Einfahrtbereich der Torkammer selbst und zwei Stück in der dazugehörigen Tornische.

Bei den Torkammerabdruckrollen handelt es sich um kompakte Bauteile aus Guss, die als Torabdruckrollenkästen in vorhandene Granitöffnungen eingebaut werden. Durch den jahrzehntelangen Betrieb haben sich an mehreren Torabdruckrollen Ermüdungserscheinungen mit mangelhafter Funktionstüchtigkeit eingestellt. Einige Torabdruckrollenkästen wurden bereits komplett erneuert. Untersuchungen im Rahmen der Bauwerksinspektion haben ergeben, dass derzeit sieben weitere Torabdruckrollenkästen demontiert und erneuert werden müssen. In der Nordkammer muss ein Kasten an der Torkammer 1 und zwei Stück an der Torkammer 3 erneuert werden. Im Nischenbereich der Torbahn 3 wurden die vorhandenen Kästen bereits ausgebaut. Hier ist nur der Einbau neuer Kästen erforderlich. In der Südkammer sind die Kästen der Torkammern 4 und 6 zu demontieren und zu erneuern.

Durch das Setzen der Mitteltore und den Ausbau der binnen- bzw. seeseitigen Tore wird die Möglichkeit geschaffen, an den zuletzt genannten Torkammern bzw. Tornischen die Arbeiten parallel durchzuführen. Die Arbeiten sind konstruktionsbedingt nur bei ausgebauten Toren möglich. Ein Rollenkasten wiegt 160 kg bei einer Breite von 350 mm, einer Höhe von 400 mm und einer Länge von 770 mm. Die Kästen werden von einer schwimmenden Arbeitsplattform aus in einer Höhe von ca. 80 cm über Normalwasserstand rück- bzw. eingebaut. Die Torkammerabdruckrollen bestehen im Wesentlichen aus einem Gussteil. Dieses ist in Granit eingelassen. Um die Torkummerabdruckrollenkästen entfernen zu können müssen diese ausgebohrt werden. Kernbohrungen in unterschiedlichen Durchmessern, Stemmarbeiten und Schneidarbeiten sind erforderlich. Die neuen Kästen werden einbetoniert.

Die Demontage bzw. Montage der Kästen soll parallel an jeweils einem Kastenpaar, also von zwei Schwimmenden Arbeitsplattformen aus, durchgeführt werden. So wird Zeit eingespart.

Im Bereich der Tornischen können die Arbeiten jedoch erst durchgeführt werden, sobald der Rückbauarbeiten der Wellblechplatten abgeschlossen sind. Für die Demontage und Montagearbeiten ist ein Zeitbedarf von mehreren Tagen pro Abdruckrolle erforderlich.



Hier werden die Abdruckrollen ersetzt
Eingebaute, alte Rolle
Abdruckrollenkästen (160 kg schwer)