Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Kiel-Holtenau

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Inhalt: So wird die Kleine Schleuse künftig aussehen

 

Die Kleine Schleuse ist seit Mitte 2014 außer Betrieb. Die Bausubstanz ist so stark geschädigt, dass die Schleuse nicht mehr instandgesetzt werden kann. Ein Ersatzneubau ist erforderlich. Die neue Kleine Schleuse wird an gleicher Stelle und in denselben Außenabmessungen errichtet wie die bestehende.

     

 

Die bisherigen Kammern sind trogartig geformt. An den Kammerwänden befinden sich Fenderanlagen, an denen die Schiffe anlegen ohne das Schleusenmauerwerk zu berühren. Jede Kammer hat vier Schleusentorpaare (Flut- und Ebbetore). All dieses wird beim Ersatzneubau verändert und optimiert. Größere Nutzlägen, -breiten und -tiefen werden das Ergebnis sein.

     

 

Auch wenn die alten kleinen Kammern 10 Meter tief waren, konnten aufgrund der Krümmung der Wände nur Schiffe mit max. 7 m Tiefgang die Schleuse nutzen. Die neue Kleine Schleuse wird senkrechte Kammerwände haben. Damit können 8,5 m tief gehende Schiffe die Schleuse passieren.

Die Fender werden so angeordnet, dass auf der einen Seite Seeschiffe festmachen sollen (im Bild links) und auf der anderen Seite (im Bild rechts) Sportboote. Die Sportfender müssen begehbar und entsprechend breit sein, weil die Sportboote an den Fendern festmachen. Die Seeschifffender brauchen nicht begehbar zu sein weil die Schiffe an den Pollern auf der Schleuse festmachen. Die Fender sind deshalb entsprechend schmal (50 cm). Damit kann die nutzbare Breite der Schleusenkammer um einen Meter erhöht werden.

 

     

 

Die Schleusentore befinden sich in den sog. Schleusenhäuptern. Bisher waren - je nach Wasserstand - zwei Stemmtorpaare je Seite erforderlich: ein Ebbetor und ein Fluttor. Dieses System wird gegen EIN modernes, zu beiden Seiten den Wasserstand haltendes Stemmtorsystem ersetzt. Das Ebbetor kann so entfallen.

Durch die alte Kleine Schleuse konnten Schiffe von 125 m Länge, 20,5 m Breite und 7 m Tiefgang fahren.

Die neue Kleine Schleuse können Schiffe von 155 m Länge, 21,5 m Breite und 8,5 m Tiefgang nutzen. Rund 70% aller heute durch den NOK gehenden Schiffe können dann die Kleine Schleuse passieren.

(25 m Kammerbreite minus 1,5 m Sportbootanleger minus 0,5 Mittelmauerfender - 21,5 m Schiffsbreite = 0,75 m Sicherheitsabstand auf beiden Seiten)

     

 

So könnte die neue Kleine Schleuse aussehen...

Die Mittelmauer (auf dem auch der Schleusenleitstand steht) ist für die Berufsschifffahrt optimiert.

Während der Sanierung der Großen Schleuse wird die Kleine Schleuse der notwendige Bypass sein den die Berufsschifffahrt nutzen kann, wenn jeweils eine große Kammer ausser Betrieb genommen und nacheinander saniert wird.

     

 

Die Seitenmauern sind 1,5 m niedrieger als die Mittelmauer und für die Sortschifffahrt optimiert. Hier werden Treppenanlagen und 1,5 m breite Sportbootanleger installiert, dass Sportboote hier optimal anlegen können.

An der Mittelwand (also auf der anderen Seite der Kammer) sollen keine Sportboote anlegen, die Fender sind 0,5 m breit und nicht begehbar.

     

  Für die zukünftige Inspektion und auch Reparatur der Anlage können die vorhandenen "Sperrtore" (Revisionsverschlüsse) weiterhin verwendet werden: Mit Hilfe eines Adapters wird es möglich sein, beide Revisionsverschlüsse in Kiel an der neuen Kleinen Schleuse z.B. zur Trockenlegung eines Schleusenhauptes einzusetzen. Damit stehen sie nach wie vor für die Kleinen Schleusen in Kiel-Holtenau und Brunsbüttel zur Verfügung.