Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Kiel-Holtenau

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Inhalt: Die Eisenbahnhochbrücke Rendsburg und ihre "Eiserne-Lady"

Auf dem Weg von Brunsbüttel nach Kiel bei Kanal-Km 62,664:
Die Eisenbahnhochbrücke in Rendsburg
     
 

Weitere Infos finden Sie auch hier oder unter...

www.rendsburger-hochbruecke.de

     
  und in unserer Bröschüre

'100 Jahre Eiserne Lady'

Im Zuge der 1. Kanalerweiterung 1907 bis 1914 wurde anstelle der eingleisigen Drehbrücken, für die Überführung des Eisenbahnverkehrs der Strecke Hamburg - Flensburg, die noch heute im Betrieb befindliche Eisenbahnhochbrücke in den Jahren 1911 bis 1913 erbaut. Um die für die Schifffahrt erforderliche, lichte Durchfahrtshöhe von 42 m unterhalb der Hauptbrücke zu garantieren mussten 2.200 m lange Erddämme aufgeschüttet und 2.200 m lange Stahlrampen gebaut werden.

Dadurch verlor die Gemeinde Osterrönfeld den innerörtlichen Bahnhof. Dieser wurde außerhalb des Dorfes, auf dem südlichen Anfahrdamm neu angelegt. Durch den weiteren Weg zum Bahnhof wurde die Nutzung der Eisenbahn für die Dorfbevölkerung beschwerlich. Das Kaiserliche Kanalamt sah als Wiedergutmachung für die Osterrönfelder den Bau einer Schwebefähre vor. Diese wurde ziemlich genau 2 Monate nach Inbetriebnahme der Eisenbahnhochbrücke am 02. Dezember 1913 in Dienst gestellt.

Im Kreisblatt, dem amtlichen Organ des Landrats des Kreises Rendsburg, vom 14. Juni 1913 steht zur täglichen Betriebsaufnahme der Schwebefähre folgendes geschrieben: "Bei den örtlichen Verhandlungen hat der Präsident des Kaiserlichen Kanalamts mit Rücksicht auf den früheren Verkehr der ihre Arbeitsplätze in Büdelsdorf aufsuchenden Arbeiter und zur Ermöglichung eines zeitigen Transports der Milch nach Rendsburg den Beginn des Fährbetriebs auf morgens 5 Uhr, wie er unter 2 des entscheidenden Teils dieses Beschlusses auferlegt worden ist, zugesagt." (Im Entwurf war damals der Beginn des Fährbetriebs für 5:30 vorgesehen.) "Den Wünschen der Einwanderheber entsprechend den Betrieb der Schwebefähre für die ganze Nacht aufzuerlegen, ist rechtlich unzulässig, da die Schwebefähre keinen E4rsatz für bestehende Anlagen bildet, ihre Einrichtung vielmehr von der Kanalverwaltung ohne rechtliche Verpflichtung zugesagt ist". Die im Jahr 1913 festgelegten Fahrzeuten der Schwebefähre haben bis zum heutigen Tag bestand.

Seit ihrer Indienststellung hat die Schwebefähre - die "Eiserne Lady" - ca. 600.000 Kilometer zwischen dem nördlichen und dem südlichen Pylon zurückgelegt, ohne dass es in dieser Zeit zu größeren Unglücken gekommen ist. Lediglich in der Sturmnacht des 13. Januar 1993 um 23:27 Uhr haben die Bremsen der Fähre diese nicht in der Parkposition am südlichen Anleger halten können. Die Schwebefähre rollte vom Sturm getrieben und führerlos über den Kanal und kollidierte mit dem holländischen Frachter "Linda Maraike". Dies geschah in der betriebsfreien, nächtlichen Zeit ohne Passagiere, so dass lediglich Sachschaden an der Seilaufhängung der Fähre entstand. Der Fährbetrieb konnte nach der Reparatur am 11. Februar 1993 wieder aufgenommen werden.

Der 100. Geburtstag wurde gebührend begangen. Die Festivitäten haben vom 13. bis zum 15. September 2013 stattgefunden - mehr...

Weitere Infos zur Eisenbahnhochbrücke Rendsburg und der Schwebefähre...

Die Brücke kann über die "Tourist-Information Nord-Ostsee-Kanal" besichtigt werden.

Dieser Link führt Sie auf die Seite der Tourist-Information Nord-Ostsee-Kanal:

Unter Top "Hoch hinaus in weite Ferne - Aussichtserlebnis Eisenbahnhochbrücke" erhalten Sie alle Informationen zur Besichtigung der Brücke.



Eisenbahnhochbrücke Rendsburg, Zeichnung mit Abmessungen
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